Eine Nachricht aus der Zukunft

Hallo, ich bin Felíc, 24 Jahre alt, geboren wurde ich hier in Regensburg 2040, das heißt, wir schreiben das Jahr 2064, für alle langsamen. Warum genau schreib ich das nochmal am Anfang von jedem Blogpost, den ich so mache? Ich weiß es nicht, aber ich stell mich gern vor. Irgendwie fasziniert mich die Vergangenheit, die Zukunft, einfach die Zeit. Ich denke oft darüber nach, was in 20 Jahren so alles sein wird.

Jedenfalls, die Menschheit ist am Ende. 2019 sind Schüler dafür auf die Straße gegangen, dass die Klimaschutzziele eingehalten werden. Hätten sie doch länger durchgehalten. Die Politik hat es ignoriert, sie haben weiter nichts getan, obwohl die Technologie schon längt so weit ist. Ich mein wer bezieht schon seinen Strom noch von einem Netzwerk, so einen Blödsinn gab es schon vor meiner Geburt nicht mehr. Solarzellen sind seit jahrzehnten so weit, dass man sie für alles, was man so an Strom braucht, einsetzen kann. Das Problem der Speichermöglichkeiten ist längst gelöst, seit es endlich Solid-State Batterien gibt. Die Dinger speichern dir den Strom für die nächsten Wochen, wenn mal die Sonne gut scheint. Autos fahren schon lange nicht mehr mit Benzin, nur noch wirklich gut restaurierte Oldtimer tun das, die sieht man aber selten. Die anderen Autos laden sich automatisiert hi und da mal auf, aber dank der Solid-State Batterien war ich glaub ich letzte Woche das letzte Mal laden damit? Ich weiß es nicht mehr, eigentlich reicht der Strom von daheim sowieso aus. Aber das Ding benutz ich eh nur zum Einkaufen, wenn ich mal zu viele Einkäufe hab, denn das PTS (People Transport System) ist meistens viel schneller. Bahnen fahren jede halbe Minute und mein kleiner Pod bringt mich viel leichter dahin, als mein Auto und nimmt nicht so viel Platz weg, wenn es wieder heimfährt. Außerdem braucht es keine Straße und ist flinker und schneller auf den Pod-Strecken.

Ach übrigens, Kernfusion ist uns leider immer noch nicht gelungen. Was Mutter Natur da zusammen gezaubert hat, ist quasi unmöglich zu reproduzieren. Aber auf dem Mond gibt es eine richtige Lunar-Basis. Die Marsmission war leider ein totaler misserfolg, nach 5 Jahren laufender Mission haben sie jeglichen Kontakt zu der letzten Person verloren. Eine Erkundungsmission hat dann herausgefunden, dass er wohl Suizid begangen hat, weil er alleine war und und der Rest der Crew unter schweren Depressionen litt, die sie am Ende alle das Leben gekostet hat. Darum dürfen die Astronauten am Mond auch nicht länger als ein Jahr dort bleiben und müssen täglich mit ihren Leuten auf der Erde Kontakt aufnehmen. Internet da oben scheint ganz okay zu sein, nur der Ping ist scheinbar scheiße, also leider keine Online-Spiele.

Und oh man, was soll man sagen, seit ich denken kann, hat jeder so ein komisches Ding in seinem Ohr. Man bekommt darüber alle Informationen, an die man nur denkt und sie können sogar in das Sehzentrum Daten leiten, die dann die Realität augmentisieren oder man kann damit auch komplett abtauchen. Was aber leider an vielen Orten verboten ist, weil man eben keine Kontrolle über seinen Körper mehr hat, man schläft dann sozusagen, alles Muskeln erschlaffen und man kann alles mit einem machen, ohne, dass man was davon mitbekommt, weil dieses Gerät ja auf alle Sinne zugreift. Es gibt aber auch Zwischenmodi, wo nur bestimmte Sinne teilweise oder ganz Weg sind. Eintauchen in fremde Welten ist damit wirklich faszinierend, denn die Grenzen zwischen Realität und Virtuellem werden dadruch verdammt eng. Wäre da nicht dieses Menü von dem Gerät, das man immer in seinem Gesichtsfeld hat, würde man wirklich nicht merken, dass man gerade gar nicht real ist. Außer Gefühle, die kann das kranke Teil immer noch nicht übermitteln. Aber man arbeitet daran, jedoch glaube ich nicht, dass das jemals gelingen wird.

Meine Eltern waren jedenfalls immer sehr kritisch gegenüber diesen Dingern. Und anhand meines Tones kann man bestimmt erkennen, dass ich das auch bin. Habe nämlich sehr schlechte Erfahrungen gemacht damit. Als ich 12 war, brauchte ich so ein Gerät für die Schule, aber kaum hatte ich es, ließ ich mich von meinen Freundinnen immer weiter in surreale Welten ziehen, bis ich schließlich an einem psychischen Zusammenbruch litt und vollkommen die Verbindung zur Realität verloren hatte. Meine Eltern sind damals neben mir am Bett gesessen, als ich im Krankenhaus an der künstlichen Nahrungsversorgung komplett abgemagert und verwirrt aufwachte. Sie haben mich in den Arm genommen und mir gezeigt, was Elternliebe wirklich ist. Leider bin ich kein Einzelfall, der dem ewigen Informationsschwall der Medien und der ständigen Werbung von lokalfremden Informationsquellen nicht standhalten kann. Und außerdem meinen meine Eltern ich wäre einer der wenigen Fälle, die noch Gefühle verspüren und dadruch zwischen Realität und Virtuellem unterscheiden können. Sie haben mir die Wärme und Liebe gezeigt, die mir die zwei Jahre in der virtuellen Realität nicht gegeben haben und haben mich dadurch gerettet. Ich liebe meine Eltern.

Eigentlich ist alles vernetzt. Die Politik hat zwar versagt, diese ganzen Techniken sinnvoll in den Bund zu integrieren, aber die Politik versagt sowieso auf ganzen Strecken. Niemand geht mehr wählen, Gesetzeslücken für unsere heutige Welt werden schamlos mit Ausreden von gestern missbraucht und Schulpflicht wurde irgendwann aufgegeben durchzusetzen, weil die Kinder viel effektiver und realitätsorientierter in der virtuellen Welt lernen können. Es gibt tausende Plattformen, die einem Wissen auf die für einen passenden Methode zur verfügung stellen und werd Zugriff zum Internet hat, der nutzt diese Möglichkeiten auch. Grundsätzlich haben wir also eigentlich nur noch komplett leere Schule. Nur Leute unter dem Mindesteinkommen, sprich Leute, die sich keinen Zugang zum Internet leisten können, gehen dort hin. Und ich, weil meine Eltern mich dazu ermutigten, „sich diesem Blödsinn mal anzuschauen.“ Und ja, es ist Blödsinn, denn die Lehrer geben den Schülern einfach ihre Lernplattform der Wahl auf ausgeliehen Ohrgeräten mit dem passenden Thema vor und versinken dann in ihre eigene Welt. Nur ganz wenige wissen überhaupt, was sie unterrichten und eigentlich baden sie nur den Mist vom Ministerium aus. Und meistens machen die Schüler übrigens dann mit den Dingern einfach nur, was sie wollen, was meistens Spiele sind, weil sie einfach keine Perspektive haben. Ich hatte damals allerdings eine. Mein Papa ist Software Entwickler und schreibt für Informationsunternehmen zusammen mit seinem eigens kreierten KI-Entwickler richtig krasse Programme, die Informationen verarbeiten. Und darum geht’s eigentlich in dem vierten Sektor. Geschichte hat gezeigt, dass die Menschheit immer weiter zu effektiveren Methoden greift, immer mehr mit immer weniger Menschen machen möchte. Und so farmen heute automatische Farmingmaschinen unsere Felder und Häuser werden von künstlicher Intelligenz den Bedürfnissen der Wohnenden angepasst und anschließend von Robotern gebaut, die können das eh präziser wie jeder Mensch, sind schneller und effektiver. Denn die Roboter wurden ja auch von künstlicher Intelligenz geschaffen.

Das ist der vierte Sektor, der eigens damit Geld verdient, Informationen den künstlichen Intelligenzen zuzuführen. Aber auch das kann bald übernommen werden und wird eigentlich schon teilweise von künstlicher Intelligenz übernommen. Die Menschen verbringen ihre Zeit größtenteils mit überwachen der Maschinen und Entwickeln und Forschen von neuen Ideen, zumindest wer einen Arbeitsplatz bekommen hat, weil er intelligent genug ist, oder genug Perspektive hat, sich nicht nur Spielewelten reinzuziehen über den Ohrstöpsel und seinen Abschluss auf einer von diesem vielen Lernplattformen macht.

Leider basiert ein Großteil der Industrie auch darauf, Kindern ihr Taschengeld abzudrücken und sie in virtuellen Welten zu fangen, wo sie möglichst mehr Geld abdrücken und am Ende ihre Eltern um Geld anbetteln. Der Staat unternimmt dagegen nichts. Denn was früher Lobbyisten der Unternehmen waren, das sind heute die Politiker selbst. Und Parteien existieren sowieso nur noch, weil sie von Unternehmen bezahlt werden. Politiker nimmt keiner mehr ernst. Demokratie, so ein guter Witz. Wählen kann man zwar über’s Internet aber genau da liegt der Haken. Meine Mum erarbeitete, in ihrer Freizeit wohl gemerkt, eine genaue Analyse der Wahlwebsite und leider stellte sich dabei heraus, dass dieses System so leicht zu manipulieren sei, wie die „Bürger“ selbst. Wählen kannste zwar, aber wird den meisten Menschen ja sowieso vorher ins Gehirn geblasen, was sie zu denken haben, also wo der Sinn dahinter? Außerdem „wählen“ kann man, ja, aber leider nur zwischen Pest und Kolera. Ich liebe dieses alte Sprichwort von meiner Mutter.

Ich weiß nicht, wie man es schafft, in dieser Welt noch bei Sinnen zu bleiben, aber ich denke, dass alles, was einen Menschen noch besser dastehen lässt, als einen Computer, das sind Gefühle. Gefühle sind das, was uns Menschen zu Menschen macht und keine Maschine kann sie so gut vermitteln, wie Menschen selbst. Wenn ich mir überlege, wie viel wir Menschen schaffen können zusammen mit Maschinen. Die Maschinen sind ohne uns auch nichts wert. Wenn ihnen niemand eine Richtung gibt, tun sie nichts. Sie können nicht mal zählen, wenn man ihnen keine Grundlage gibt, keine Zahlen dafür gibt. Und im Erfinden und Forschen werden sie uns wohl niemals überholen werden. Jedoch liegt es einzig und allein an den Menschen hintern den Maschinen, etwas gutes oder etwas schlechtes zu tun. Gewissen haben Maschinen auch nicht, wobei man sich bei vielen Menschen fragen müsste, ob ihnen das nicht auch fehlt.

Oh, schon so spät! Ich muss morgen früh raus, es geht um die Planung eines neuen Bahnhofes im Stadtinneren. Der muss nach 40 Jahren leider dem massiven Zuwachs an Menschen gerecht gemacht werden, das letzte Mal haben sie den 2024 Umgebaut. Aber das wird eine Leichtigkeit mit meinem Computer und dem Neurolink. Ich weiß, so altmodisch, kein Cloudcomputer, uuuh. Aber hey, das war ein guter Tipp von meinem Dad, so ein altmodisches Teil zu verwenden, denn damit bin ich wirklich nicht mehr angreifbar für irgendwelchen zeitverschwendenden Blödsinn aus den Medienplattformen, der es über die Chatchannels in mein Unterbewusstsein schafft, weil mein Dad mir beigebracht hat, den Informationsfluss selbst zu kontrollieren mit seiner Software. Die Informationen für den Umbau wurden über einen Zeitraum der letzten Jahrzehnte gesammelt. Mit den milliarden Sensoren, die am ganzen Bau angebracht worden sind, konnte man genau Daten sammeln für einen neuen, wunderschönen Bahnhof, ich freu mich auf die Ergebnisse der Berechnungen morgen. Mein Chef hat mir heute bekannt gegeben, dass der Prozess in der Cloud durchgelaufen ist. Braucht länger als andere, aber dafür kann niemand sehen, was ausgeführt wird und diese Daten für seine eigenen zwecke nutzen, darum kostet das nämlich so wenig.

Aber damit jetzt echt gute Nacht. Ich werd nur noch schnell drucken und abheften (Was glaubt ihr, wie scheiße teuer Papiert ist? Unsere Generation weiß wahrscheinlich größtenteils nur noch, dass unsere Eltern das noch regelmäßig in den Händen hatten, als sie noch nicht auf der Welt waren, lol.) in meinem Hefter, der garantiert privater ist, als privat. Felíc out!

Das Internet wird sich verändern

In meinem letzten Post habe ich die gestern verabschiedete Urheberrechtsreform kommentiert. Das Übertragen der Haftung für illegalen Kontent an die Platformen selbst, wird unweigerlich zu einem Schwinden der individuellen Inhalte führen. Legal sind dann die meisten Sachen nicht mehr. Platformen werden schon in ihrer Grundfunktion als Inhaltsverteilungssystem ausgemerzt, denn die Hürde für Inhaltsersteller wird so hoch gesetzt, dass es für die meisten unattraktiv sein wird, sich dort eine Community zu bilden. Wenn also Inhalte, die Inhalte von Anderen zitierten oder kommentieren, von vornherein blockiert wirden, was gibt es denn für Auswege?

Eigene Website

Diese Urheberrechtsreform betrifft die Platformen an sich. Wenn man allerdings seine eigene „Plattform“ betreibt, zum Beispiel einen eigenen Blog oder eine eigene Internet-Seite, so ist man nun selbst dafür verantwortlich, dass auf seinem Blog keine urheberrechtlich geschützten Inhalte erscheinen. Sehr simpel eigentlich, sich an solche Regeln zu halten.

Allerdings ist dies nur möglich für Leute, die auch das Wissen haben, sich selbst einen Blog aufzusetzen. Und das werden wohl die Wenigsten sein, die im Internet unterwegs sind. Außerdem kostet es Geld, denn man ist nicht selbst das Produkt, sondern muss seine Website finanzieren. Unter Umständen wird das auch Einige davon abbringen, das überhaupt zu tun.

IPFS – Interplanetary Filesystem

IPFS könnte revolutionieren, was wir unter dem Internet verstehen. Traditionell lädt ein Webbrowser die Website von einem Server, der irgendwo in einem Rechenzentrum sitzt, herunter und zeigt sie ihm an. Zum Ansprechen eines Servers wird die URL (Universal Resource Locator) benutzt, zum Beispiel https://www.example.com. Das https:// steht für das verwendete Protokoll, nämlich das Hyper Text Transport Protocol (Secure). Sollte allerdings eine Website auf diesen Server verweisen und dieser ist gerade ausgeschalten oder hat eine Störung, dann zeigt einem der Browser einfach nur eine Fehlermeldung an. Dies nennt man ein zentralisiertes System und es ist anfällig am zentalen Punkt. Sollte dieser ausfallen, war’s das.

IPFS arbeitet fundamental anders. Dateien werden nicht mehr anhand ihres URLs identifziert, sondern anhand eines Hashwertes. Ein Hashwert macht aus beliebigen Daten eine Zahl, welche eindeutig diese Daten identifiziert. Dabei können keine Rückschlüsse auf die eigentlichen Daten gezogen werden. Ein IPFS Knoten speichert dann Dateien in seinem zugewiesenen Speicherplatz, sobald ihm dies angewiesen wird. Wenn man eine Website über das IPFS Protokoll aufruft, so wird der nächste bekannte IPFS-Knoten gefragt, ob der die Datei mit Hash XYZABC besitzt. Sollte dies der Fall sein, liefert er die Datei ganz gewöhnlich aus. Sollte er die Datei nicht besitzen, so fragt er alle ihm bekannten Knoten, ob diese die Datei haben. Und so weiter, bis die Anfrage irgendwann einen Knoten erreicht, der die Datei hat, der diese dann dem Anfrage-Steller sendet.

Dieses System funktioniert weitestgehend vollautomatisch, denn man kann seinem IPFS-Knoten mitteilen, eine Datei, die so und so oft in dem und dem Zeitraum abgefragt wird, auf seinem Server oder Rechner zu speichern, sodass die Anfrage direkt beantwortet werden kann, ohne sie weiterzuleiten. Wenn eine Datei also sehr begehrt ist, dann wird sie von sehr vielen Knoten gespeichert, was den Weg zwischen Client und Server massiv verkürzen kann und damit gleichzeitig das Netzwerk entlastet. So können mehrere Zehntausend IPFS-Knoten gleichzeitig eine Datei besitzt, vollkommen automatisiert, ohne davon zu wissen. Und da die Haftung erst gilt, wenn man darüber bescheid weiß, dass man gerade eine illegale Datei auf seinem Rechner liegen hat, ist dieses System vom Gesetz auch ganz schwer angreifbar. Das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre eine gesetzlich verpflichtende Liste an Hashes, die man automatisch blockieren muss. Allerdings wird jede kleine Änderung in den Metadaten der Datei den Hash völlig verändern und so ist es fast unmöglich, Material zu identifizieren. Und selbst, wenn die Identifizierung möglich ist, so stelle man sich mal eine Kanzlei oder Behörde vor, die 50.000 IPFS-Knoten, die noch gar nichts über ihre Urheberrechtsverletzung wissen, zu informieren und die Löschung zu beantragen. Viel Spaß.

Fazit

Es gibt also doch noch Hoffnung für ein Internet, das von wahnsinnigen Kontrollmaßnahmen befreit bleibt. Eigene Websiten und auch eine Platform, die mit IPFS funktioniert, wären gute Wege, um diesen Blödsinn zu umgehen. Für IPFS gibt es noch keine eindeutige Gesetzeslage und für die Blogger auf ihren eigenen Seiten gibt es keine weiteren Konsequenzen.

Man könnte hier noch das Argument anbringen, dass die Verbreitung von anderen illegalten Inhalten so deutlich vereinfacht wird und das zu mehr Krimimalität führen wird, jedoch gibt es diese Krimimalität ohne hin schon im Darknet und über andere Wege, die genau so schwer zu greifen sind. Und lieber hat man ein völlig unkontrolliertes System, als eine unnütze und kontraproduktive Kontrolle.

Danke für’s Lesen!

Politischer Kindergarten

Heute war es so weit. Abstimmung für die Urheberrechtsreform wurde abgehalten. Und sie wurde verabschiedet. Ganz recht. Von durschschnittich 50 Jahre alten „Politikern“ wurde heute über die Zukunft eines Mediums entschieden, von dem diese Generation nicht im geringsten weiß, wie es funktioniert, wie man es bedient, geschweige denn, wie man damit erfolgreich ist. Lobbyisten aller Art fanden sich die letzten Monate zusammen, um ein Gesetzesentwurf zu gestalten, der ihnen mehr Provit einbringt. Unter der Deckhaube, individuellen Künstlern / Content Creators mehr Macht über ihre Werke auf Online-Platformen zu verschaffen, wurde eine Richtline erschaffen, die nur eines im Sinne hat: Der Wirtschaft dienen soll sie.

Anfang 2018 gab es einen eher kleinen Aufschrei. Eine Petition wurde gestartet mit dem Namen „Save your Internet“. Sie hatte das Ziel, die bis dato noch in den Kinderschuhen steckende Urheberrechtsreform zu verhindern mit der Begründung, dass durch sogenannte „Uploadfilter“ die Meinungsfreiheit im Internet gefährdet wäre. Jedoch verbreitete sich diese Petition wie ein Lauffeuer und hatte innerhalb des Verlaufes von 2018 mehr als 3 Millionen Stimmen gesammelt. Damit stand sie unter einer der wenigen Petitionen, die Millionenfache Stimmen bekommen hatten auf der Seite change.org.

Um den Oktober gab es dann einen größeren Aufschrei, denn diese Reform wurde durchgewunken und kurz darauf wurden von Julia Reda englische Gesetzestexte „geleaked“, die die Artikel diese Reform beinhalteten. Hier kommt die Anwaltskanzlei Wilde Beuger und Solmecke ins Spiel. Christan Solmecke, ein Rechtsanwalt, betreibt einen YouTube Kanal, auf dem er Videos zu juristischen Themen veröffentlicht. Unter anderem aktuelle Gesetzesänderungen und auch Fragen aus der Zuschauerschaft. Herr Solmecke hat sich diesen Gesetztestext der Urheberrechtsreform einmal angesehen und durchgearbeitet. (Link dazu hier) Als digital kompetenter und gebildeter Jurist erschien ihm die Umsetzung eines solchen Textes völlig unmöglich und absolut unprofitabel für Künstler. Zu dieser Analyse verbreitete er ein Video, welches 50 Minuten lang den Wahnsinn dieses Artikels erleutert und für Normalbürgerliche verständlich erklärt.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Reform macht die Plattformen selbst verantwortlich für Content, der dort von Usern hochgeladen wird. Eine Verbreitung von urhebrrechtlich geschütztem Material soll schon vor dem Upload verhindert werden. Kommentare zu einer möglichen Umsetzung gibt es keine, darum schließt die Mehrheit auf einen möglichen Uploadfilter, der registriertes urheberrechtlich geschütztes Material in einer Datenbank liegen hat und das Hochgeladene damit vergleicht. Sollte eine Urheberrechtsverletzung erkannt werden, wird gar nicht erst veröffentlicht. Die Umsetzbarkeit zum Profit der Künstler ist sehr umstritten, aber dazu später mehr. Des Weiteren setzt diese Reform die Urheber über die Platformen, was an sich nicht schlecht ist, aber einen kleinen, selbstständigen Künstler gleich setzt mit einem großen Konzern, wie dem Axel Springer Verlag. Und solchen Rießen gegenüber kann man sich dann wohl kaum behaupten.

Außerdem erfordert die Reform, mit jedem anderen Urheber eine Lizenz abzuschließen, wenn man Materiel von diesem in seinem Werk verwenden möchte. Und hier fängt die Unmöglichkeit an. Wie soll denn bitte Hans Günter, der gerade dabei ist, einen neuen YouTube Kanal aufzubauen und gerade mal wenige hundert Aufrufe pro Video hat, sicherstellen, dass er die passenden Lizenzen hat für Alles, was er veröffentlich will? Angenommen, Hans Günter wäre ein Let’s Player. So müsste er mit dem Unternehmen, dass das Spiel vertreibt, über das er Videos machen möchte, eine Lizenz abschließen, bevor er das Video hochlädt, denn sonst wird es von vorn herein blockiert. Videospielpublisher werden es kaum als Verlust bezeichnen, wenn ein Let’s Player ihr Spiel seinen Zuschauern zeigt, die dadurch Einblicke in das Spiel bekommen und es unter Umständen auch kaufen. Jedoch ist es für einen YouTube, der noch gar keinen Namen hat höchstwahrscheinlich unmöglich, überhaupt einen Kontakt mit dem besagen Videospielpublisher aufzubauen, denn er wird dem Unternehmen so gut wie egal sein, so ganz ohne große Zuschauermenge.

Noch deutlich wird dieses Problem, wenn Hans Günter Ausschnitte von anderen größeren Urhebern verwenden möchte. Der Urheber darf selbst entscheiden, wer sein Materia benutzt, und wer nicht. Sollte ihm der Verwendungszweck nicht passen, darf er das Ablehnen, das ist sein gutes Recht. So könnte man als Urheber Kritik zu seinen Veröffentlichungen unterdrücken, denn obwohl das Zitatrecht existiert, wird ein Computer kaum zwischen Urheberrechtsverletzung und legitimen Zitat unterscheiden können.

Dies alles könnte dazu führen, dass auf Plattformen nur noch größere Publisher die nötigen Ressourcen haben, um sich dort zu etablieren und von dem Verdienst tatsächlich etwas zu haben.

Nun, der aktuelle Stand der Dinge ist, dass dieses Gesetz heute, am Dienstag, den 26.03.2019 verabschiedet wurde und somit der nächste Schritt die Überprüfung von Richtern ist. Somit gibt es noch eine letztes Hürde zu überkommen. Die erste Hürde wurde ja von Axel Foss heute stürmisch mit gehobenen Fäusten und einem siegessicheren Gesicht gefeiert, was eher einem Fan, der sich über das gewonnene Fußballspiel seiner Lieblingsmannschaft freut, gleicht. Absoluter Kindergarten eben. Trotz der heftigen Proteste, die sogar noch stärker waren als für das Akta-Abkommen vor einigen Jahren, gab es am Ende keine Reaktion der Politiker und die Abstimmung wurde mit ca 350 zu 250 von der Gegenseite gewonnen. Die einzige Hoffnung, die noch bleibt, ist, dass das Gesetz die letztes Station, nämlich die Überprüfung von Richtern, nicht mehr überlebt. Und wenn doch, dann gibt es immer noch Wege, frei im Internet zu Kommunizieren, aber dazu später mehr.

Ansonsten danke für’s Lesen und bis zum nächsten Mal!

Warum ich mein Handy nicht mehr mag.

Mein Handy, das absolut nutzloseste und unproduktivste Gerät, das ich besitze. – Das hätte mich niemand vor circa einem Jahr sagen hören.
Aber ja, ich fühl mich jetzt, als könnte ich das behaupten. Ich hatte schon mal so eine Phase, da hab ich den Grund, von einer gewissen Person loszukommen, benutzt, mein WhatsApp vollständig von meinem Handy zu entfernen. Und so ist es auc für die nächsten eineinhalb Jahre geblieben. Ohne WhatsApp kann man wirklich leben, ja. Obwohl zugegebener maßen, ich hatte einen iPod, auf den ich WhatsApp gehackt habe, dafür benutzt, zumindest von der Klassengruppe was mitzubekommen.

Nun mal kurz nachgedacht, wofür benutzen denn die meisten Leute ihr Handy? Eigentlich nicht unbedingt viel: E-Mails checken, was im Internet suchen, nachschauen, wann der Bus kommt, Musik hören, etc. Und natürlich Messaging und soziale Medien. Und da wären wir genau beim Problem. Abgesehen von der YouTube-App, in der wahrscheinlich auch viele schon einen großen Teil ihres Lebens verschwendet haben, gibt es da noch ganz viele andere soziale Apps, denn jedes soziales Netzwerk, das etwas von sich hält, hat eine Android und/oder iOS App. Zum Beispiel Facebook, Twitter, Instagram, Tumblr, die üblichen Vertreter eben und dann gibt es noch haufenweise messaging-Apps, wie WhatsApp, Snapchat, Facebook Messenger, Telegram, LINE, Hangouts, etc.

All das, all diese Apps, sie sind jeder Zeit aufrufbar mit nur wenigen Fingerbewegungen. Ist doch eigentlich phantastisch! Oder? Nun, es kommt wohl zu einem großen Teil darauf an, aus welchem Blickwinkel man das sieht. Sieht man es aus der Perspektive eines armen Kindes, das sich kaum etwas leisten kann und von seinem Taschengeld ein Smartphone kauft, in der Hoffnung, auf diese gewaltige digitale Welt zugriff zu bekommen, so ist es positiv zu bewerten. Denn einen Computer kann sich nicht jeder leisten, außer man weiß, wo man suchen muss bzw. an wen man sich wenden muss. Aber das ist weder etwas, das jeder weiß, noch hat jeder Lust darauf, sich dementsprechend mit der Materie auseinander zu setzen. Mit einem Smartphone kann man also mit wenig Geld Zugriff auf sehr viel bekommen, das ein Computer leisten kann. Vorausgesetzt, man hat genug Speicherplatz neben dem ganzen Bloat.

Sollte man allerding den Luxus aufweisen, einen Computer zu benutzen, sieht die Geschichte ganz anders aus. Ich persönlich habe mir mitte letzten Jahres einen Laptop gekauft, den Beitrag dazu findet ihr hier. Und mit diesem Laptop hat mein Leben in einer anderen, offenen Welt angefangen. Aber die Linux-Geschichte ist Stoff für einen anderen Beitrag irgendwann später. Wie auch immer, mit dem Besitzt eines richtigen Computers stellt sich mir die Frage: Ist das denn überhaupt profitabel, wenn man all diese Services jederzeit in seiner Hosentasche mit sich herumträgt? Meine Antwort darauf laute ganz klar: „Nein!“

Aber warum? Nun, ich zählte vor kurzer Zeit noch zu der Art an Menschen, die wirklich jede freie Minute an ihrem Smartphone verbringen. Selbst am Esstisch mit Freunden, wenn ich mich gelangweilt hab, waren meine Griffeln sofort wieder am Handy. Und was hab ich dann gemacht? Naja ganz einfach, auf Instagram rumgescrollt, Menschen geantwortet, Twitter erkundet. Bist zu einem Grad, wo ich den Leuten wirklich extrem auf den Keks gegangen bin und mich unbeliebt gemacht hab. Ist zwar schon etwas länger her, aber mich haben Freunde mal über einen kompletten Fußballplatz gejagt, um mir mein Handy abzunehmen, dass ich endlich meine Finger davon lasse, hihi. Ein anderer negativer Nebeneffekt von dieser dauerhaften Beschäftigung ist, dass man sich keine Zeit mehr zu langweilen nimmt, denn man hat ja sein Handy. Zeit zu Langweilen und Nachdenken ist die allerwichtigste, denn das braucht man zur Selbstentwicklung. In dieser Zeit denkt man über seine Aktionen nach, ein ganz wichtiger Teil, wenn man kein komplett Gedankenverlorenes Konsum-Schwein sein möchte.

Leider nehmen sich diese Zeit eben nur noch ganz wenige, weil sie gar nicht kapieren, dass sie sich diese durch soziale Medien und die Verfügbarkeit dieser an jedem Winkel der Stadt oder Wohnung einfach selbst wegnehmen. Es ist also nicht als positv anzusehen, wenn man immer sofortigen Zugriff auf diese Medien hat. Deshalb find ich Zugfahren auch so entspannend, in Deutschland hat man sowieso in den wenigsten Fällen überhaupt auf der Schiene Empfang, man ist also dazu gezwungen, sich mit Musikhören oder anderen offline-Dinge zu beschäftigen. Ob das als positiv für unsere Zeit anzusehen ist, ist wieder eine andere Geschichte, andere Länder haben das übrigens auch auf den Autobahnen weitaus besser im Griff. Aber zurück zum Thema: Ich bin kein Psychologe, darum kann ich keine richtigen Beispielen anbringen, aber an mir selbst ist mir aufgefallen, dass es mir unendlich gut tut, einfach etwas Zeit für mich zu haben. Denn ich hab, ja ihr werdet es nicht glauben, so ziemlich alles von meinem Handy entfernt, was mir ständig die Zeit raubt. Ja, selbst die YouTube App. Warum auf dem kleinen Handy schauen, wenn ich nen Fernseher und nen Laptop hab? Und da wären wir beim nächsten Punkt.

Mehr Produktivität. Darum ging es mir eigentlich grundsätzlich. Seit ich das 10 Finger System beherrsche, hat mich das Tippen am Handy schon immer angestrengt und unheimlich genervt. Ich bin einigermaßen schnell, aber am Computer mindestens 5 mal so schnell. Ist ja auch vollkommen logisch: Zwei Daumen vs. 8 Finger auf der Home-Row und die Beiden Daumen als Leertasten-Betätiger, das ist einfach schneller. Oh und was mich richtig abnervt, das ist mit einer Hand am Handy tippen. Meine Freundin macht das, ich würde mir so deprimiert nach einer Weile vorkommen, weil ich einfach keinen Text zusammenbekomme. Aber hängt wohl auch damit zusammen, mit was man sich abgefunden hat. Wenn man es gewohnt ist, auf dem Handy zu tippen, mag es wohl eine attraktive Möglichkeit sein. Aber nicht für mich.

Dann kommt noch dazu, wie sich ein Android Smartphone bedient. Ich persönlich bin immer hinter der produktivsten Arbeitsweise für mich persönlich hinterher. Und das kann ich am Smartphone definitiv nicht umsetzen. Multitasking kann man das wohl nur begrenzt nennen, das zwischen zwei Apps hin und her wechseln. Okay, ich kann dank meinem Note 3 schon seit einer geraumen Zeit zwei Programme nebeneinander aufmachen, aber auf dem kleinen Bildschirm hat man auch nichts davon, weil es wirklich eine Fummelei ist. Touch-Interfaces sind die Bedienung der Zukunft, das ist auch meine Meinung, aber bitte nicht, solange eine Tastatur und Maus besser darin sind. Also da mich mein Handy für produktive Dinge nervt, was hab ich gemacht? Naja, alles, was ich am Laptop machen kann, mach ich ganz einfach am Laptop. Ich Surfe im Internet auf einem großen Bildschirm und antworte meinen Freunden mit einer richtigen Tastatur. Außerdem kann mein Laptop noch einige Sachen mehr, die mein Handy niemals können wird. Zum Beispiel 10 Bit Video abspielen oder ein vollwertiges Desktop-Linux mit allem Drum und Dran ausführen.

Wie mir meine Smartwatch geholfen hat, von meinem Handy loszukommen

Vor geraumer Zeit hatte ich mein Handy immer angeschalten in meiner Hosentasche. Ich hatte es auf Vibration, sodass ich immer mitbekam, wenn irgendetwas war. Irgendwann ist es mir auf den Geist gegangen, jedes mal mein nicht zu kleines Handy aus der Hosentasche zu kramen und auf das Display zu schauen, ob da irgendwas ist, das wichtig sein könnte, darum hab ich mir eine Peble Smartwatch zugelegt. Einzige Anforderungen: Zeig mir meine Benachrichtigungen und lass mich die Musik am Handy steuern. Und das hat sie super gemacht. So hatte ich nicht mehr das Problem, mein Handy immer herausnehmen zu müssen, sondern nur, wenn ich wirklich jemand antworten musste. Und außerdem kann ich mit der Uhr nur sehr sehr begrenzt antworten, darum bin ich auch nicht in Versuchung, gleich sofort auch noch zu antworten. Im Gegenteil, ich hab mir sogar mehr Zeit gelassen und mit eine Antwort überlegt, bis ich mal länger Zeit hatte, um wirklich mein Handy rauszuholen. Das hat mein „Im Unterricht auf’s Handy schauen“ auf quasi null reduziert.

Tja und so war ich eben dank dieser Smartwatch weniger an meinem Handy, das ist auch anderen positiv aufgefallen. Dann irgendwann kam allerdings der Punkt, an dem ich auch meine Smartwatch auf nicht-vibrieren gestellt hab und somit nur noch informiert werde, was neu ist, wenn ich auf die Uhr schaue. Das hat auch dazu gefühlt, dass ich die Benachrichtigungen von allen Apps, von denen nichts wichtiges kommt, also alles bis auf Telegram, LINE und WhatsApp und natürlich Anrufe und Messaging, komplatt gesperrt hab, oder die App stillgelegt hab. So bekomme ich keine Benachrichtigungen, außer ich öffne die App und von den anderen erst, wenn ich dann mal auf mein Handy schaue.

Mein Laptop kann das besser!

Egal was es ist, ist benutze viel lieber diesen Laptop hier dafür, anstatt mich mit meinem Handy rumzuschlagen. Da hab ich alles drauf, damit kann ich alles machen, damit bin ich viel Produktiver, als mit meinem Smartphone. Zudem hab ich jetzt nicht mehr den Drang, ständig auf mein Handy zu schauen und hab es geschafft, mich selbst von den sozialen Medien auf meinem Handy zu entfernen. Denn was ich am Handy machen kann, kann ich am Computer ein vielfaches besser. Twitter, Instagram, WhatsApp, LINE, alles macht mehr Spaß mit einem großen Bildschirm und ’ner richtigen Tastatur. Und darum bin ich dabei geblieben. Mit ist mein Verhalten einfach negativ aufgefallen, und ich wollte etwas daran ändern, darum hab ich diese Schritte bewusst und unterbewusst gemacht.

Was ist mein Handy jetzt noch?

Nicht mehr viel. Ich werde gelegentlich über wichtige E-Mails informiert, höre Musik damit, schaue, wann mein Bus kommt, machte Fotos damit. Gucke meine Hausaufgabenliste an (manchmal, hehe) und wenn es gar nicht anders geht, dann antworte ich auch damit mal auf Nachrichten. Aber ich nutze nur noch ganz ganz selten Twitter darauf, noch seltener Instragram und etwas öfter Snapchat. Aber meistens ist es nur ein WhatsApp Web Server für alle Fälle. Ich werde Twitter und auch Instagram von meinem Handy entfernen und auf meinem iPod installieren. Den hab ich meinstens eh rumliegen. Das bedeutet, dass ich nicht mehr auf Direktnachrichten in Instagram antworten kann und auch nicht mehr zugeschickte Posts empfangen kann, weder kann ich dann was posten. Aber das ist mir recht, ich hab das letzte halbe Jahr auch so gut wie ohne gelebt, das war nämlich der Test, wie weit ich davon weg kann. Fazit: Weit genug, um es zu deinstallieren. Und Twitter kann ich notfalls immer noch im Browser nutzen, aber das setzt die Hürde, drauf zuzugreifen höher, als die App am Startbildschirm zu haben.

Fazit und Ausblick auf weitere verwendte Themen

Im Großen und Ganzen hat mit mein Laptop dabei geholfen, zu erkennen, was produktives Arbeiten ist und was reine Zeitverschwendung ist. Versteht mich nicht falsch. Ich mag es immer noch, soziale Netzte zu benutzen. Aber ich benutzte sie jetzt bewusster. Nicht mehr, wenn ich gerade lange Weile hab, sondern wenn ich explizit ein soziales Netzwerk nutzen will. Das hat mir dabei geholfen, von meinem Handy loszukommen und mehr zu mir selbst und dem, was ich eigentlich machen will, zu finden. Zum Beispiel hätte ich mich niemals in dieser doppelten Freistunde hingesetzt und einen Blogpost geschrieben, sondern hätte die Zeit am Handy vertrödelt.

Allerdings sind die oben genannten Gründe nicht die einzigen Gründe, aus denen ich mich von meinem Smartphone und sozialen Medien entfernen will. Aber das hatte in diesen eineinhalb Stunden keine Zeit, vielleicht in der nächsten doppelten Freistunde, in der mein Spanisch in der Früh ausfällt, werde ich diese Gesichtspunkte ausschreiben. Luke Smith hat mich mit seiner Philosophie dazu angeregt, mir Gedanken über meine Zeit und mein Nutzung von sozialen Medien zu machen. Weitere Themen werden Privatsphäre und Tracking, Warum ich denke, dass soziale Medien unsere Meinungen radikalisieren und wie ich mein Leben in Zukunft in Anspruch nehmen will, sein. Ich hoffe dieser Post war halbwegs Ansprechend und nicht einfach nur ewiges gehate auf mein (blödes) Smartphone und deswegen unattraktiv zu lesen. Nun denn, bis zum nächsten Post, der hoffentlich bald kommt, Lucy.